Case Study: Mercury / Mercury Media Technology

Ein internes Tool zur Optimierung von Prozessen. Und ein neues Geschäftsfeld

Mercury Media ist beispielhaft für unser Verständnis von strategischer Produktentwicklung. Die Ablösung eines nicht mehr skalierbaren Workflows für die Mediaplanung war zugleich der Beginn eines völlig neuen Geschäftsmodells für die Hamburger Agentur pilot.

Auf neuer Umlaufbahn

Heute ist Mercury Media ein zentrales Betriebssystem für die Mediabranche. Die SaaS-Lösung unterstützt Unternehmen und Agenturen bei Planung, Einkauf, Optimierung und Reporting ihrer Kampagnen. Der Weg zur modernen funktionalen Lösung war eine umfängliche strategische Leistung. Die besondere Herausforderung für die Entwickler: ein ungewöhnlich komplexes Projekt. Der besondere Gewinn für den Kunden: die perspektivische Erweiterung des Agenturmodells.

Am Anfang war Excel

Als die Zusammenarbeit begann, nutzte pilot eine selbst entwickelte Excel-Lösung für die Mediaplanung. Die Anwendung mit hinterlegten Makros war hochfunktional, doch die Menge der zusätzlichen Anforderungen wuchs rasant. Die Prozesse stießen an Grenzen. Die Planer ebenfalls. Die steigende Komplexität brauchte eine einfache Handhabung. Das Tool war nicht mehr angemessen. Aber: Es ging um einen geschäftskritischen Prozess!

Systemwechsel bei laufendem Betrieb

Für Phase 1 hieß das, die genutzten Makros und Workflows schrittweise in eine moderne Webapplikation zu übersetzen, während die alte Lösung parallel weiterlief. Dazu wurde die gesamte Entwicklung in kleine Einzelschritte zerlegt und die Ablösung des alten Tools sukzessive umgesetzt. In kleinen iterativen Zyklen ging es Schritt für Schritt voran. Oberstes Gebot: konsequente und kontinuierliche Validierung. Oberstes Ziel: so früh wie möglich Wert erzeugen.

UX: Den Antrieb der Nutzer nutzen

Neben den technischen Verbesserungen rückten erstmals auch UX-Aspekte in den Fokus. Gleich zum Auftakt wurden die Nutzer involviert, ihre Ideen eingesammelt und auf Basis der neuen Erkenntnisse der interne Workflow gestaltet. Dabei bildete die Abfolge von Verständnis und Validierung einen kontinuierlichen Prozess. Jede neue Etappe begann mit einer Konzeption, um die vorhandene Lösung kritisch zu beleuchten, das dahinterliegende Problem zu verstehen und die Verbindung zu den Nutzern herzustellen. Wieder und wieder, über den gesamten Zyklus.

Iterativ und inkrementell: In sicheren Etappen voran

Entscheidend für ein erfolgreiches Vorankommen war die Identifikation der einzelnen Prozessschritte. Kontinuierliche Feedback-Schleifen und Testings vor Ort validierten jeden Entwicklungsabschnitt. Zugleich stieg das Gefühl von Machbarkeit durch handhabbare Lösungsansätze.

Der initiale Prozess mit einem Wechsel von sofortigem Einsatz und direktem Prüfstand dauerte rund zwei Jahre. Am Schluss stand der Roll-out. In Phase 2 wurden zusätzliche Komponenten entwickelt, angebunden und die gesamte Lösung ausgebaut. Heute sind alle Makros abgelöst, Perspektivthemen werden weiterhin kontinuierlich integriert.

“Die Zusammenarbeit mit mindmatters hat es uns ermöglicht, unsere Domänenexpertise mit der technischen Expertise von mindmatters zu kombinieren, um ein im Markt einzigartiges Produkt zu entwickeln.”

Tobias Irmer
CTO

Ausdehnung des Universums

Schon vor der Überführung in den neuen Technologiestack erkannte pilot das enorme Potenzial der Lösung. Monetarisierungsoptionen wurden ausgelotet und in Phase 3 die Entwicklung eines marktfähigen Produkts vorangetrieben. Das Ergebnis: die Ausgründung der selbständigen Mercury Media Technology GmbH. mindmatters unterstützte zusätzlich mit Workshops und Coachings. Nach sechs Jahren arbeitet das Team heute an der weiteren Skalierung des Produkts und an neuen Zielen. Eins davon: der internationale Markt.

Weitere Arbeitsbeispiele